Blogeintrag: Benni

Ist das zweite Album das schwerste?

Jein. Ich glaube die Annahme, dass das zweite Album das schwerste sei, rührt her von dem Umstand, dass viele Bands mit dem ersten Album den ersten Schritt zur eigenen Identität gemacht haben. Auch bei uns war das so. Gerade weil die Songs auf „Seelenfütterung“ ja die ersten Songs sind, die wir jemals geschrieben haben. Wenn es dann ans Songwriting für das zweite Album geht, kann es schon mal vorkommen, dass man wie der Ochs vorm Berg steht und nicht genau weiß, wo man anfangen soll. Denn man will ja alles besser machen und am liebsten noch ganz anders und sich natürlich gleichzeitig auf die bereits gesetzte musikalische Basis beziehen. Dass hierbei ein gewisser Druck entsteht, ist wahrscheinlich ganz natürlich und lässt sich vielleicht auch nicht verhindern. Demnach kann ich teilweise zustimmen: Das zweite Album ist schwer. Aber, ob es tatsächlich DAS SCHWERSTE ist, bezweifle ich. Denn auch beim ersten war es nicht einfach und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es beim dritten, vierten oder sonstwievielten wirklich leichter wird. Jedes Album bedeutet in gewisser Weise einen Neubeginn und man versucht sich immer wieder neu zu erfinden. Dieser Prozess bleibt meiner Meinung nach bei jeder Produktion der gleiche.

Was kann man vom neuen Album „Maskenball der Nackten“ erwarten und welche Rolle spielt die im Frühjahr 2012 erscheinende EP „Herz“ in der ganzen Sache?

„Maskenball der Nackten“ ist zwar noch lange nicht fertig, aber eines zeichnet sich schon jetzt ab: Die Songs klingen weitaus homogener, erwachsener und sind teils auch sozialkritischer bzw. an aktuelle Themen angelehnt. Wir haben viel ausprobiert und uns beim Songwriting einfach treiben lassen. Wenn man unbedingt einen Punkt aufführen möchte, den wir im Vergleich zu „Seelenfütterung“ besser gestaltet haben, ist das die Zeitspanne. Wir haben uns für die Produktion weitaus mehr Zeit gegönnt, eben um uns ausprobieren zu können und aus jedem Song das bestmögliche herauszuholen. Damit die Leute da draußen trotzdem nicht übermäßig lange auf ein neues Werk warten müssen, haben wir schon im Sommer diesen Jahres, nicht lange nach der „Seelenfütterung“ Tour, angefangen an frischem Material zu arbeiten. Und gerade nach der ersten Vorproduktion im Harz, die für uns alle sehr intensiv und inspirierend war, kann ich sagen: Wenn es auch nicht das schwerste Album werden soll, wird es für mich doch das beste, das HENKE bisher gemacht haben.
Die EP „Herz“ übernimmt, wie schon vom „A zum F“ eine, wenn man es so nennen möchte, Überleitungsfunktion von „Seelenfütterung“ zu „Maskenball der Nackten“. Neben dem nagelneuen Titelstück sind zwei bisher unveröffentlichte Studioaufnahmen und ein weiterer „Seelenfütterung“-Song in Liveversion enthalten. Die EP ist also gleichzeitig Abschluss und Neubeginn und wird, wenn alles glatt geht, auch mit einer großen Überraschung daherkommen.

Was macht ihr momentan, wenn ihr nicht zur CD-Vorproduktion im Harz seid oder auf der Bühne steht?

Wir arbeiten natürlich weiter an unseren Veröffentlichungen und allem was damit verbunden ist. Heißt: Regelmäßige Meetings, Telefongespräche, Mails am laufenden Band und ab Januar Proben für den Ernstfall ;-). Nächstes Jahr wird das HENKE-Jahr und wir können es schon fast nicht mehr erwarten! Die EP-Veröffentlichung, die zugehörigen Konzerte in Bochum, Hamburg, Hannover und Berlin im April, der Festivalsommer, die Aufnahmen bzw. Veröffentlichung von „Maskenball der Nackten“ und die Herbst-/Winterplanungen – das alles sind Dinge, die es zu tun gibt und auf die wir uns wahnsinnig freuen. Dabei hoffen wir natürlich, dass es den Leuten da draußen nicht anders geht, sie sich mit uns freuen und uns weiterhin so tatkräftig unterstützen, wie sie es bisher getan haben. Ihr seid nämlich – und das ist die ungeschönte Wahrheit – der wichtigste Teil im HENKE-Puzzle.

Vielen Dank für die Audienz und bis bald,

BK

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